Mit dem am 1. Januar 2019 in Kraft getretenen Verpackungsgesetz (VerpackG) gelten bundesweit neue Recyclingquoten, die von den dualen Systemen erfüllt werden müssen. Gleichzeitig sind Endverbraucher*innen angehalten, ihren Müll richtig zu trennen. In diesem Kontext formuliert der Gesetzgeber 1 auch erstmals eine Informationspflicht der dualen Systeme: Sie müssen die Bürger*innen umfassend über die getrennte Sammlung von Verpackungsabfällen aufklären. Der Handlungsbedarf ist groß: Die Fehlwurfquote in den Gelben Tonnen und Gelben Säcken beträgt durchschnittlich 30 Prozent. Die dualen Systeme entscheiden sich daher für einen für die Branche völlig neuen Weg: Sie gründen eine Allianz und rufen gemeinsam die Initiative „Mülltrennung wirkt“ ins Leben – eine bundesweite Informationskampagne zur Aufklärung über richtige Mülltrennung. Das Ziel: Eine Verhaltensänderung der Verbraucher*innen im Sinne richtiger Mülltrennung mit dem messbaren Effekt sinkender Fehlwurfquoten. Statt des erhobenen Zeigefingers setzt die Initiative auf Aufklärung und Information. Tipps zur richtigen Mülltrennung sind dabei immer gepaart mit der zentralen Botschaft, dass wir alle mit der richtigen Trennung von Verpackungen und Restmüll einen effektiven Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz leisten können. Sämtliche Maßnahmen der integrierten Multichannel- Kampagne sind darauf ausgerichtet, die Zielgruppen – so unterschiedlich sie auch sind – zum Mitmachen zu aktivieren. Und es funktioniert: Die Initiative „Mülltrennung wirkt“ gewinnt immer mehr Aufmerksamkeit, positive Rückmeldungen signalisieren, dass ihre Botschaften dort ankommen, wo sie eine Verhaltensänderung bewirken können: bei den Verbraucher*innen.
The German Packaging Act – in force since 1 January 2019 – requires the country’s dual systems to meet new recycling quotas. Consumers are also called upon to properly separate their household waste. To help them do so, the Act requires the dual systems to provide extensive consumer information and education about the separation of waste packaging. This is certainly needed: Recycling contamination – wrongly sorted material – accounts on average for 30 per cent of the material collected in the Yellow Bags and Yellow Bins meant for waste packaging only. In response, the dual systems came up with a solution new to the industry. They forged an alliance and together launched the „Waste Separation Works“ („Mülltrennung wirkt“) initiative – a nationwide information campaign to educate the public about how to separate waste. The aim is to bring about a change in consumer behaviour, leading to better waste separation with the measurable outcome of less impurities. Rather than moralising, the initiative takes an educational and informational approach. Tips on correct waste separation always come packaged with the crucial message that by correctly separating packaging from other waste, everyone can help to tackle climate change and save resources. All media content in the integrated multichannel campaign is geared towards nudging the very diverse target groups into doing their part. And it is having the desired effect: The „Waste Separation Works“ initiative, gaining more and more attention and positive feedback, shows that it is getting the message to consumers where it can make a difference.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.1863-9763.2021.07.03 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1863-9763 |
| Ausgabe / Jahr: | 7 / 2021 |
| Veröffentlicht: | 2021-07-09 |
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