The study examines international ports in Bangladesh as potential point sources of marine plastic pollution, using Chattogram and Mongla as examples. While international ships are regulated under MARPOL Annex V and waste is formally recorded, there is no functioning waste management system for local vessels. Weak enforcement, a lack of reception facilities and unclear responsibilities mean that waste often ends up directly in rivers or the sea. Using a specially developed method, an average of 1,505 active local vessels per day were identified for the port areas. Two sampling campaigns (n=79) were conducted to determine the amount and composition of waste. This revealed an average of 3–4 g of plastic per crew member per day. Extrapolated and combined with existing waste disposal behaviour, this means that around 19 tonnes of plastic waste are generated annually on local vessels and discharged directly into the water. The dominant polymers are LDPE, HDPE, PET and PP. The results show that there is a considerable need for action. Recommendations include improving infrastructure and organisational structures, establishing affordable disposal systems, strengthening controls and implementing educational measures. Initial improvements have been achieved through guidelines and institutional steps. The project thus supports transformation, awareness raising and capacity building against marine litter.
Die Studie untersucht internationale Häfen in Bangladesch als mögliche Punktquellen mariner Kunststoffverschmutzung am Beispiel von Chattogram und Mongla. Während internationale Schiffe gemäß MARPOL Annex V reguliert sind und Abfälle formal erfasst werden, fehlt für lokale Schiffe ein funktionierendes Abfallmanagement. Schwache Umsetzung lokaler Vorgaben, fehlende Annahmeeinrichtungen und unklare Zuständigkeiten führen dazu, dass Abfälle häufig direkt in Flüsse oder ins Meer gelangen. Für die Bemessung der anfallenden Kunststoffabfallmengen wurde zunächst eine Methodik zur Abschätzung der Anzahl der lokalen Schiffe in den Hafengebieten entwickelt. Über zwei Probenahmekampagnen (n=79) wurde dann die Abfallmenge, Zusammensetzung und das Entsorgungsverhalten ermittelt. Mit einer Schiffsanzahl von 1,505 und durchschnittlich 3-4 g Kunststoffaufkommen pro Besatzungsmitglied und Tag, ergab sich eine jährliche Kunststoffabfallmenge von rund 19 Tonnen, die von den lokalen Schiffen direkt ins Gewässer eingetragen werden. Dominierende Polymere sind LDPE, HDPE, PET und PP. Die Ergebnisse zeigen erheblichen Handlungsbedarf. Empfohlen werden eine bessere Infra- und Organisationsstruktur, finanzierbare Entsorgungssysteme, stärkere Kontrollen und Bildungsmaßnahmen. Erste Verbesserungen konnten durch Leitlinien und institutionelle Schritte angestoßen werden. Das Projekt unterstützt damit die Transformation, die Bewusstseinsstärkung und den Aufbau von Kapazitäten gegen Meeresmüll.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.1863-9763.2026.04.07 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1863-9763 |
| Ausgabe / Jahr: | 4 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-04-08 |
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