Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) werden aufgrund ihrer wasser- und ölabweisenden Eigenschaften in vielen Bereichen der Industriegesellschaft eingesetzt. Vereinfacht lässt sich diese Stoffgruppe in polymere und nicht‑polymere PFAS unterteilen. Zur Gruppe der polymeren PFAS gehört beispielsweise Polytetrafluorethylen (PTFE), das in zahlreichen industriellen und alltäglichen Anwendungen eingesetzt wird. Nicht‑polymere PFAS werden zum Beispiel als Beschichtung auf Backpapier und Pizzakartons verwendet oder als fluorierte Gase – sogenannte F-Gase – als Kältemittel in mobilen und stationären Systemen. Am Ende ihrer Lebensdauer gelangen die Produkte je nach Einsatzbereich und Aggregatzustand (fest, flüssig oder gasförmig) entweder in die kommunale (Abfall‑) oder Sondermüllverbrennung oder sie werden separat erfasst und recycelt. Grundsätzlich ist es richtig und wichtig, jede Quelle von PFAS‑Emissionen zu identifizieren und diese Emissionen mit geeigneten Messmethoden zu quantifizieren. Auf Basis der emittierten Mengen können anschließend geeignete technische und regulatorische Maßnahmen zur Emissionsminderung ergriffen werden. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Produktion und Nutzung, da diese sich um mehrere Größenordnungen von denen der Abfallverbrennung unterscheiden. Auf Grundlage der in diesem Artikel ausgewerteten Studien lässt sich feststellen, dass die Abfallverbrennung als Senke für PFAS‑haltige Abfallströme fungiert, da weniger PFAS emittiert werden, als in die Anlagen gelangen.
Thermische Abfallbehandlung / PFAS
Per- and polyfluorinated alkyl substances (PFAS) are used in many areas of industrial society due to their water- and oil-repellent properties: In simple terms, this group of substances can be divided into polymeric and non-polymeric PFAS. The polymeric PFAS group includes polytetrafluoroethylene (PTFE), which is used in numerous industrial and everyday applications, for example in medical devices, electric vehicles, electronics and semiconductors, but also in cookware, where it is better known under the trade name Teflon®. Non-polymeric PFAS are used, for example, as a coating on baking paper and pizza boxes or as fluorinated gases, known as F-gases, as refrigerants in mobile and stationary systems. After their lifetime, the products end up as waste, depending on their segment of use and aggregate state (solid, liquid or gaseous), either in municipal (waste) or hazardous waste incineration, or they are collected separately and recycled. In principle, it is right and important to identify every source of PFAS emissions and to quantify these emissions using suitable measurement methods. Based on the quantities emitted, appropriate technical and regulatory measures can then be taken to reduce emissions. This applies in particular to the areas of production and utilisation, as these differ by several orders of magnitude from those of waste incineration. Based on the studies reviewed in this article, it could be stated that the waste incineration represents a sink for PFAS-containing waste streams, as fewer PFAS are emitted than enter the plants.
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1863-9763 |
| Ausgabe / Jahr: | 5 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-05-08 |
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