Approximately 840,000 tonnes of waste tyres accumulate annually across West Africa, yet systems for proper management remain largely absent. In Togo, 65 % of end-of-life tyres are burned, for metal recovery or singeing animal carcasses during meat preparation, while 25 % are simply dumped in open environments. This creates severe health and environmental hazards. Research reveals that 97 % of waste tyres in Togo originated from non-African manufacturers, with five multinational corporations accounting for 64.5 %. Tyres are often imported as second-hand goods and have extremely short lifespans under West Africa’s harsh conditions: passenger vehicles replace tyres every 7.4 months, buses every 2.4 months. Tyre burning releases toxic compounds. Laboratory analysis of meat grilled over tyre fires shows heavy metal contamination exceeding EU limits by factors of 1.5 to 67. While comprehensive Extended Producer Responsibility systems in Europe achieve collection rates exceeding 95 %, West Africa bears disposal costs without corresponding resources. The article argues that tyre manufacturers must assume responsibility for their products’ complete lifecycle, regardless of how many times tyres change hands or cross borders. This represents a fundamental question of environmental justice in a globalized economy where benefits flow to manufacturing nations while disposal costs fall on developing countries.
Jährlich fallen in Westafrika etwa 840.000 Tonnen Altreifen an, doch es fehlt weitgehend an Systemen für deren sachgerechte Entsorgung. In Togo werden 65 % der Altreifen verbrannt, zur Metallgewinnung oder zum Abflammen von Tierkadavern bei der Fleischzubereitung, während 25 % einfach in der Umwelt entsorgt werden. Dies führt zu schwerwiegenden Gesundheits- und Umweltproblemen. Untersuchungen zeigen, dass 97 % der Altreifen in Togo von nicht-afrikanischen Herstellern stammen, wobei fünf multinationale Konzerne 64,5 % ausmachen. Die Reifen werden oft als Gebrauchtware importiert und haben unter den harschen Bedingungen Westafrikas eine extrem kurze Lebensdauer: Personenkraftwagen ersetzen Reifen alle 7,4 Monate, Busse sogar alle 2,4 Monate. Das Verbrennen von Reifen setzt toxische Substanzen frei. Laboranalysen von über Reifenfeuern gegrilltem Fleisch zeigen Schwermetallbelastungen, die EU-Grenzwerte um das 1,5- bis 67-fache überschreiten. Während in Europa umfassende Extended Producer Responsibility-Systeme mit über 95 % Sammelquoten existieren, trägt Westafrika die Entsorgungslasten ohne entsprechende Ressourcen. Der Artikel fordert, dass Reifenhersteller die Verantwortung für den gesamten Produktlebenszyklus übernehmen müssen, unabhängig davon, wie oft Reifen weiterverkauft werden. Dies ist eine Frage der Umweltgerechtigkeit in einer globalisierten Wirtschaft.
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1863-9763 |
| Ausgabe / Jahr: | 4 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-04-08 |
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